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Kapstadt mit dem Hop-on/Hop-off Bus erkunden

Kapstadt. Denke ich an die von den Einwohnern liebevoll bezeichnete Mother City, komme ich schnell an das Ende meines Sprachwortschatzes. Worte sind nicht ausreichend, um die Schönheit der Stadt und der umgebenden Landschaft zu beschreiben. Es sind vielmehr Gefühle wie Dankbarkeit und Demut, die mir in den Sinn kommen. Kapstadt hinterlässt nicht nur Eindruck, sondern pflanzt ebenfalls ein Samenkorn im Herzen. Wer einmal in Kapstadt war, möchte immer wieder zurück.

Ziemlich genau ein Jahr ist seit meinem letzten Aufenthalt in Südafrika vergangen. Betrachte ich das Streckennetz meiner Fluggesellschaft, ist Kapstadt sicherlich mein Lieblingsziel, das ich, wenn es nach mir ginge, viel öfter bereisen würde. Doch leider fliegen wir Südafrika von meiner Homebase in München aus derzeit nur im Winterflugplan an. Entsprechend beliebt ist die Destination, so dass sich jeder Kollege freut, wenn er zum Zuge Flug kommt. Denn Kapstadt macht etwas mit einem, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Landschaftliche Schönheit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit sind dabei nur einige Aspekte.

Hop-on/Hop-off Bustouren

Idealer Startpunkt, um Kapstadt zu erkunden, sind die von City Sightseeing South Africa angebotenen hop-on/hop-off Bustouren. Dabei gibt es vier Hauptrouten, die sich wie folgt unterscheiden:

  • Rote Route: City Tour
  • Blaue Route: Mini Peninsula Tour
  • Gelbe Route: Downtown Tour
  • Lila Route: Wine Tour

Für meinen Aufenthalt hatte ich bereits im Vorfeld online ein 2-Tagesticket gekauft, das die Fahrt auf allen Routen sowie zusätzlich eine Hafenrundfahrt und eine Fahrt mit dem Sunset Bus, um die spektakulären Sonnenuntergänge zu beobachten, beinhaltet. Da die einzelnen Routen an manchen Stellen verknüpft sind, muss man sich im Vorfeld nicht festlegen, sondern kann die Zwischenhalte seinem persönlichen Plan anpassen. Zusätzliche Flexibilität verschafft der Umstand, dass die Busse im 15- bzw. 20-Minuten-Takt verkehren.

Im nachfolgenden möchte ich Dich auf ein paar Stationen meines diesmaligen Aufenthalts mitnehmen:

Tafelberg

Der Besuch des Tafelbergs ist ein grundsätzliches Abenteuer, da man im voraus nicht weiß, ob die Seilbahn aufgrund der Windverhältnisse überhaupt in Betrieb ist. Es empfiehlt sich, das Ticket für die Bahn online oder beim Busfahrer zu kaufen, da es vor Ort die mit- und ohne-(Ticket-) Schlange beim Anstellen für die Gondeln gibt. Da ich weiß, wie schnell sich die Wetterverhältnisse ändern können, war ich entsprechend warm angezogen. Und das war auch gut so, denn der Sonnenschein mit klarer Sicht, der sich mir bei der Ankunft oben bot, wechselte rasant schnell mit dichtem Nebel, eingeschränkter Sicht und starkem Wind ab. Entsprechend gestaltete sich die Schlange für die Rückfahrt genau so lang.

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Mit Staunen und Ungläubigkeit beobachte ich regelmäßig, wie unbedarft und unvorbereitet manche Touristen sind. Was denken sie nur, was sie auf dem Tafelberg erwartet? Eine blühende Frühlingswiese? Auch eine Adiletten- und Puschelpantoffelkultur muss ihre Grenzen haben.

Victoria und Alfred Waterfront

Als ich am Spätnachmittag im restaurierten Werft- und Hafenviertel ankam, war die V&A Waterfront gefüllt mit Touristen und Einheimischen. Kein Wunder, schließlich war Wochenende. Ein bunter Strauß Menschen, der das Leben genießt und feiert. Straßenkünstler und Musiker haben dabei gleichermaßen um Aufmerksamkeit gefeilscht, groß und klein verzaubert und begeistert. Eingerahmt vom stolzen, herrschaftlich wirkenden Tafelberg war die Atmosphäre zumindest für mich magisch.

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Regelmäßig wird man gerade in Südafrika mit dem Thema Sicherheit konfrontiert. Natürlich sollte man grundsätzliche Verhaltensweisen beachten, umsichtig sein und keine sogenannten Reichtümer zur Schau stellen. Aber das trifft meiner Meinung nach auch auf viele andere Reiseziele und selbst auf bestimmte Ecken in Deutschland zu. Obwohl ich mit meiner Smartphone-Gimbal-Kombination zwangsweise sehr auffällig war, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt!

Kirstenbosch – Nationaler Botanischer Garten

Kirstenbosch ist der größte der neun botanischen Gärten in Südafrika und erstreckt sich samt Naturschutzgebiet über eine Gesamtfläche von 528 ha entlang der östlichen Hänge des Tafelbergs. Die Anlage besteht aus verschiedenen Teilgärten mit thematischen Schwerpunkten. Obwohl mein Daumen alles andere als grün ist und ich der Schulzeit meiner Tochter entgegenfiebere, um das vergangene Biologie-Wissen aus meiner eigenen Schulzeit wiederaufzufrischen, gehe ich beim Anblick dieser prächtigen Kulisse fast in Glückseligkeit auf. Den Einheimischen geht es offensichtlich genau so, denn sie verbringen dort gemeinsam mit ihren Familien und ausgestattet mit Decken und Picknickkörben schöne Stunden.

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Groot Constantia

Aufgewachsen in einer Weingegend als Tochter eines Kellermeisters habe ich eine besondere Beziehung zu Wein. Das mag auch der Grund sein, warum ich mich in den Weingegenden Südafrikas wohl und ein klein wenig heimisch fühle. Alles wirkt vertraut. Dass es aber dennoch anders ist, wird beim Blick zum Horizont bewusst, wenn man das Meer erblickt. Groot Constantia ist dabei das älteste und bekannteste Weingut Südafrikas, liegt im Herzen der Kap-Halbinsel und wurde vielfach mit Medaillen und Urkunden für seine Qualitätsweine ausgezeichnet.

Constantia selbst ist ein exklusiver Vorort, der bisweilen als das Beverly Hills von Kapstadt bezeichnet wird, auch wenn mir persönlich der Vergleich nicht passend scheint. Ich empfinde Constantia als unauffälliger, zurückhaltender und deutlich weitläufiger. Müsste ich mir um meinen Geldbeutel keine Sorgen machen, würde ich dort in einem der im Kap-Stil gehaltenen Häuser meinen Altersruhesitz aufschlagen.

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Camps Bay

Camps Bay liegt unterhalb des Tafelbergs zwischen dem Lion’s Head und den Zwölf Aposteln und zählt zu den beliebtesten Strandabschnitten Kapstadts. Hier ist das ganze Jahr über Saison! Die Szenerie ist einzigartig, der Sand weiß und feinkörnig. Der ideale Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten! Das weiß ebenfalls die Foto-, Film- und Werbeindustrie zu schätzen, so dass man regelmäßig, gerade in den deutschen Wintermonaten, Shootings und Drehs beobachten kann. Aufgrund der exponierten Lage findet man in Camps Bay vermehrt höherpreisige Restaurants. Aufgrund des günstigen Euro-Rand-Wechselkurses sind jedoch selbst diese eher günstig bzw. erschwinglich.

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Ich hoffe, Du konntest einen kleinen Eindruck von Kapstadt und der Umgebung gewinnen. Obwohl mein Fokus auf dieser Reise einmal mehr auf der Videografie lag, habe ich dennoch so viele Aufnahmen gemacht, dass mir die Auswahl richtig schwergefallen ist.

  1. Ahhh, perfekt! Wow! Das ist sooo großartig fotografiert. So satt, so ergreifend! Also würde man wirklich durch Deine Augen sehen. Respekt. Selten haben mich Fotos so in ihren Bann gezogen. Die sommerliche Stimmung kommt perfekt rüber, dieses Einfangen der Momente kann kaum greifbarer sein! Echt, ein absolutes Highlight! Beneidenswert….

    • Vielen lieben Dank, Markus! Südafrika ist ein Land, das ich jedem ans Herz legen möchte. Die Schönheit ist im wahrsten Sinne des Wortes ergreifend. Setze es unbedingt auf Deine to-go Liste!

  2. liebe heike, die bilder sind wirklich traumhaft, danke, dass du uns hier mitgenommen hast. ich hatte bisher eigentlich so gar keine vorstellung, wie kapstadt wohl aussehen mag. ich kann mir gut vorstellen, dass man sich für diesen ort begeistern kann.

  3. So wunderwunderwunderschön Heike! Ich liebe es wenn Du uns in die Welt entführst. Vielen Dank!

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