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Herbst in San Francisco

Wenn ich an meinen Aufenthalt in San Francisco im März dieses Jahres zurückdenke, sträuben sich mir noch immer die Nackenhaare. Schlechtes Wetter ist ein Thema. Ungeeignete Kleidung bei schlechtem Wetter und gleichzeitiger Chancenlosigkeit angesichts von der Seite peitschender Winde ein anderes. Seither weiß ich, was es bedeutet, bis auf die Haut durchnässt zu sein. Oder dass man sich nicht vollständig darauf verlassen soll, wenn Hersteller behaupten, ihr Equipment wäre wasserresistent. Mein Reisepass bzw. das, was davon übrig blieb, kann ein Lied davon singen.

San Francisco ist das Juwel an der Westküste. Wenn die wetterseitigen Rahmenbedingungen stimmen, können meiner Meinung nach andere US-amerikanische Städte nur schwer einem Vergleich standhalten. Es stimmt einfach alles. Angefangen von der imposanten Lage und der umgebenden Landschaft über die Städtearchitektur bis hin zur Möglichkeit, all dies zu Fuß zu erkunden. San Francisco hat Charme. Man muss diese Stadt einfach lieben!

Als ich in der vergangenen Woche einmal mehr die Chance hatte, die Stadt beruflich zu besuchen, war mir das Wetter mit rund 20 Grad Celsius bei strahlendem Sonnenschein auf der ganzen Linie hold. Unser neues Crewhotel befindet sich direkt am Fisherman’s Wharf und ist damit idealer Ausgangspunkt für Erkundungen.

Ich bin mir nicht sicher, inwieweit es ein Fluch oder Segen ist, als Vielflieger für jeweils mitunter sehr kurze Aufenthalte Städte zu bereisen. Ich bin nicht undankbar und bis zu einem gewissen Grad ist es sicherlich Jammern auf hohem Niveau. Auf der einen Seite habe ich im Laufe der Zeit viele Ecken erkundet. Auf der anderen Seite jedoch weiß ich nicht, ob mich das bei allen neuen Besuchen entspannen soll oder eher Druck angesichts der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit bedeutet. Vermutlich trifft beides zu.

Dieses Mal habe ich im Hinblick auf das nasskalte Wetter in Berlin meinen Aufenthalt als einen Miniurlaub empfunden. Ich habe meine Speicher aufgefüllt. Und dieses Licht, dieses Licht! Traumhaft! Meine Wege führten mich unter anderem über den Palace of Fine Arts und die Golden Gate Bridge nach Pacific Heights, wo sich wunderbare Cafés und Restaurants befinden. Apropos, es ist interessant zu beobachten, welche Effekte Empfehlungen auf Reise-Apps haben können. Einer solchen folgend, stand ich am Freitag zu Öffnungsbeginn vor den Türen eines mir bis dahin unbekannten Frühstückscafés. Wie Dutzende andere auch. Ich musste über eine Stunde warten, bis ich einen Tisch erhalten habe. Und war gespannt, wie außergewöhnlich gut das Frühstück angesichts dieser Warteschlange sein würde. Nun ja, ich würde lügen, wenn ich es jetzt schlecht reden würde, dennoch hat es mich nicht wirklich beeindruckt und ich habe in anderen Lokalen schon deutlich besser gegessen. Ganz ohne Wartezeiten.

Herbstimpressionen aus San Francisco

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Blicke ich gerade jetzt aus dem Berliner Fenster, sträuben sich mir einmal mehr die Nackenhaare und ich sehne mich zurück. Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche!

  1. Und das ist der typische „Heike-Style“, bunt, leuchtend, geradlinig, besonders! Ich mag das! Und ich würde mir gern viel öfter noch die Welt durch Deine Augen anschaun! Jedes mal ein schönes Gefühl wenn Du und Dein Blog im Reader auftauchen 😉 Immer weiter und gerne mehr davon! Dir ein schönes Wochenende!

    • Herzlichen Dank, Markus! Ich freue mich immer wieder zu hören, wenn man meine Bilder „erkennt“. Und obwohl ich immer wieder einmal Experimente hinsichtlich der Bearbeitung übernehme, kehre ich doch regelmäßig zu meiner kräftigen Bearbeitung zurück. Und ja, ich würde mich über etwas mehr Regelmäßigkeit selbst freuen. Dir auch ein schönes Wochenende!

  2. Ich kann dem vorherigen Kommentar nur zustimmen! The World through your Eyes! Ich liebe es! So schöne Eindrücke, einfach toll! Vielen lieben Dank auch diesmal fürs mitnehmen liebe Heike und ein schönes Wochenende!

    • Lieben Dank, Nina! Und wie bereits verabredet, klappt es sicherlich irgendwann auch einmal mit einem spannenden Aufenthalt in Düsseldorf! 🙂

  3. ach ist das schön! ja, der westen und die große rote. ich muss eines tages nochmal dahin zurück und die brücke von den strängen aus fotografieren, dazu war keiner zeit mehr. ich frage mich, wie du das mit dem schlafen schaffst. ich war nach dem flug so dermaßen ko und brauche meist noch den tag drauf um wiederhergestellt zu sein.

    • Ha, den Begriff der „großen Roten“ habe ich bislang nicht gehört, aber er gefällt mir! Aber würdest Du tatsächlich hochklettern? Das würde ich mich nicht trauen. In Sydney gibt es ja auch so ein paar Wagemutige. 🙂 Ich weiß manchmal auch nicht, wie ich das schaffe. Es hängt aber mit der Uhrzeit zusammen, wann ich am Zielort ankomme. Wenn ich abends ankomme, was ideal ist, falle ich nämlich wie ein Stein ins Bett. Anstrengender ist es wie neulich in Kapstadt, wenn man in der Zeitzone bleibt, die ganze Nacht durcharbeitet, am Morgen ankommt, aber dennoch nur zwei Stunden Schlaf pro forma einräumt. Die Zombiestunde kommt ohnehin früher oder später. 🙂

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