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Stippvisite in Brooklyn

Sicherlich kennst Du das auch: Lieder, die eine besondere Bedeutung für Dich haben, mit denen Du bestimmte Ereignisse verbindest oder mit denen Du Dich einfach nur gut fühlst. Eines dieser Lieder ist für mich der Song Empire State of Mind von Alicia Keys. Und wenn man dann noch das Glück hat, beruflich nach New York reisen zu dürfen, muss man nicht erst das Radio einschalten oder das Music File abspielen. Denn der Song ist schon da. In Deinem Kopf. In Endlosschleife

August 2016. Mein Einsatzplan sieht eine Kurzreise nach New York vor. Im Klartext bedeutet das 24 Stunden Aufenthalt zwischen Ankunft und Abflug am Zielflughafen. Wir bezeichnen diese Art der Flüge, die im Langstreckenbereich im Vergleich eher kürzere Flugzeiten aufweisen, als sogenannte Abholer. Ich mag sie sehr gerne, da ein Umlauf nur drei Tage dauert und ich schnell wieder zuhause bin. Das ist in der Tat etwas, das sich im Laufe der Jahre verändert hat. Als junger Mensch habe ich das Haus verlassen, um die Welt zu erkunden. Heute denke ich beim Verlassen bereits wieder über die Rückkehr nach. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe und schätze meine Arbeit sowie all die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Dennoch verschieben sich die Prioritäten mit verändertem Familienstatus.

Mit New York verknüpfe ich viele Erinnerungen. Meine erste große Fernreise auf eigene Faust und ohne Eltern führte mich dorthin. Ebenso mein erster Einsatz als Saison-Flugbegleiterin während meines Studiums. Ich habe die Twin Towers gesehen und fernab Tränen vergossen, als sie gefallen sind. New York, wahrscheinlich aber auch jede andere Metropole dieser Welt, polarisiert. Entweder man liebt sie sofort, oder man wird womöglich nie einen Zugang zu ihr finden. Ich habe früher einmal gesagt, ich fühle mich in New York 10cm größer. Und ja, das stimmt noch immer. Es fällt mir schwer, dieses Gefühl in Worte zu fassen. Weißt Du, was ich meine?

New York ist eine Stadt, mit der viele Hoffnungen verbunden werden. Stichwort Frank Sinatra. Sicherlich summt die Musik jetzt von alleine in Deinem Kopf. New York ist rau, New York ist schön. Und ganz besonders schön, wenn man den Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge verbringt. Eine lieb gewordene Gewohnheit. Schimpfe mich naiv, aber bei dem Blick auf die Skyline von Manhattan, bei dem man zum Glück nicht hinter die Kulissen schauen kann, scheint alles still und friedlich zu sein. Ein Trugbild, das mich dennoch in dem Moment glücklich macht, weil ich es einfach glauben will und mir vornehme, für mich und mein Umfeld meinen Teil zu leisten.

Me And My Button | 2016.08 Brooklyn Bridge 2

Me And My Button | 2016.08 Brooklyn Bridge 3

Auf dem Rückweg von der Brooklyn Bridge ist meine erste Anlaufstelle zumeist Starbucks in der Montague Street. Hier befinden sich viele kleine Cafés und Restaurants, Lebensmittelgeschäfte und sonstige Läden. An vielen Häusern befinden sich schmiedeeiserne Treppenaufgänge, die es mir irgendwie angetan haben. Man kann hier wunderbar flanieren. Eine ganz andere Hausnummer als im benachbarten Manhattan. Nur ein paar Schritte davon entfernt befindet sich die Brooklyn Heights Promenade, die herrliche Blicke auf Manhattan ermöglicht.

Bei diesem Aufenthalt bin ich bis direkt unter die Brooklyn Bridge spaziert, wo sich auch der kleine Fährhafen befindet.

Me And My Button | 2016.08 Brooklyn Bridge 4

Me And My Button | 2016.08 Brooklyn Bridge 5

Me And My Button | 2016.08 Brooklyn Bridge 7

Der Kreis ist rund. Und um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen, findest Du nachfolgend ein Video zu der wundervollen Hymne auf New York von Alicia Keys:

  1. Was soll ich jetzt dazu noch sagen meine Liebe? Hachz! HACHZ! HAAAAAACHZ!
    So schön, ich bin auch total verliebt und kann Dich nur beneiden. (Ja Nina, flieg hin, wer hindert Dich? :-))
    Ich genieße jede Deiner Aufnahmen! Vielen lieben Dank dafür Sista!

    • Es hindert Dich niemand dadran, liebe Nina! Und stell Dir einmal vor, wie das wäre, wenn wir beide gemeinsam die Stadt erkunden könnten?! Das kommt schnell auf die Bucket List. 🙂

  2. Oh ich liebe diese Aussicht, dieses Lied (gefällt mir aber auch in der Version mit Jay-Z sehr gut), diese Stimmung… Wunderschön! Und toll das Du das alles in den Morgenstunden erleben konntest, war sicher nochmal ne ganz eigene Stimmung! Immer mal wieder beneide ich Dich um Deinen Job, jetzt zum Beispiel. Aber oft genug denk ich schon auch, dass dieser BEruf auch seine Schattenseiten hat und extrem anstrengend sein muss. Genieß einfach jeden Moment so wie es passt! Ich gönn Dir jeden Reisemoment von ganezm Herzen 😉

    • Die Version mit Jay-Z gefällt mir auch sehr gut! Ja, Licht und Schatten gehören zusammen. Immer und überall. Aber ich bin dankbar, dass ich seinerzeit in der Situation war, mir bewusst aussuchen zu können, wie ich mein Arbeitsleben gestalten möchte.

  3. Also mein Herz, ich schreibe ja nie einen Kommentar in Deinem Blog, aber dieses mal musste ich einfach!
    Du fragst: „Weißt Du was ich meine?“ Ja! Ich weiß was Du meinst. Danke für diesen Post, er berührt mich und nicht nur deswegen weil Du gerade in der Wohnung rumhoppst und singst während ich das hier schreibe und der Song läuft den Du hier verlinkt hast.

    Ich kann die Sonne spüren, die Stille hören die selten ist in dieser Stadt und die Ruhe die mich auf der Brooklyn Bridge immer erfässt.
    Danke 😘

    P.S.: Aber Berlin ist trotzdem cooler 😉

  4. ach wie schön. toll geschrieben und traumhafte bilder. danke fürs mitnehmen. das amerikaweh wird immer größer… und ich verstehe gut was du meinst. mit dem sich freuen aufs nachhause kommen.

    • Ui, ich weiß nicht, was da passiert ist, aber leider habe ich Deine letzten beiden Kommentare erst jetzt entdeckt, weil sie im Spam Ordner gelandet sind, den ich nur unregelmäßig kontrolliere. Umso mehr habe ich mich gefreut, Nachrichten von Dir zu finden anstatt der Flut an Pharmaprodukten, Sonnenbrillen und Immobilien. 🙂 Ich danke Dir herzlich für Dein Lob!

    • wordpress hat anscheinend in meinem bloggerkreis grade spam-probleme. sowohl ich scheine sehr oft im müll zu landen, als auch viele meiner angestammten kommentatoren immer wieder aus dem spam gefischt werden müssen. zum glück hast du mich da dazwischen noch gefunden 🙂

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